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CENIT AG

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Pressemitteilung vom 06.08.2020

Original-Research: CENIT AG (von GBC AG)

Original-Research: CENIT AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu CENIT AG

Unternehmen: CENIT AG
ISIN: DE0005407100

Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 16,50 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2021
Letzte Ratingänderung: 
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann

Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2020 moderat ausgefallen, positives Ergebnisniveau trotz rückläufiger Geschäftsentwicklung, flachere Erholungskurve unterstellt und Kursziel auf 16,50 EUR (bisher: 18,10 EUR) angepasst, Rating KAUFEN
 
In den ersten sechs Monaten hat die CENIT AG einen Umsatzrückgang in Höhe von -11,6 % auf 74,69 Mio. EUR (VJ: 84,50 Mio. EUR) hinnehmen müssen. Erwartungsgemäß ist der Umsatzrückgang bei den Beratungs- und Serviceumsätzen mit -15,9 % auf 20,38 Mio. EUR (VJ: 24,23 Mio. EUR) stärker ausgefallen als bei den Umsätzen mit Fremdsoftware (-11,2 %) sowie mit Eigensoftware (-3,7 %). Im Beratungsbereich wurden dabei viele Projekte gestoppt. Zudem hat Airbus, einer der größten Kunden im Servicebereich, das Geschäft deutlich zurückgefahren. Die Softwareumsätze profitierten hingegen von einem hohen Anteil wiederkehrender Umsätze, die gemäß Unternehmensangaben rund 50 % ausmachen.
 
Parallel zum Umsatzrückgang in Höhe von 9,81 Mio. EUR konnten aber auch die operativen Kosten um 8,47 Mio. EUR reduziert werden. Einerseits hatte das geringere Geschäftsvolumen zu einer Reduktion der teilweise variablen Materialaufwands geführt. Darüber hinaus kam es vor allem durch den Einsatz von Kurzarbeit zu einer ebenfalls deutlichen Minderung beim Personalaufwand. Auch wenn damit insgesamt der Umsatzrückgang größtenteils aufgefangen wurde, weist die CENIT AG naturgemäß eine Minderung des EBIT auf 0,78 Mio. EUR (VJ: 2,06 Mio. EUR). Hervorzuheben ist dabei, dass es der Gesellschaft gelungen ist, trotz des sichtbaren Umsatzrückgangs, den EBIT-Break Even zu halten. Auch beim Nachsteuerergebnis wurde mit 0,31 Mio. EUR (VJ: 1,36 Mio. EUR) noch ein positiver Wert erreicht.  
Das CENIT-Management sieht sich auch im Rahmen der Halbjahresberichterstattung noch nicht in der Lage, verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr abzugeben. Unserer Ansicht nach ist aber insgesamt mit einem sichtbaren Umsatz- und Ergebnisrückgang zu rechnen. Wie in den ersten sechs Monaten bereits beobachtet werden konnte, wird die Geschäftsentwicklung weiterhin von Projektverschiebungen und einem zögerlichen Investitionsverhalten geprägt sein. Dabei spielt hier der Umstand, wonach ein Großteil der CENIT-Kunden aus den Bereichen Luftfahrt, Automobil- sowie der Produktionsindustrie stammt, eine besondere Rolle.
 
Laut VDMA rechnen mehr als die Hälfte der deutschen Maschinenbauer für 2020 mit Umsatzeinbußen von 10 - 30 % und lediglich 60 % der befragten Unternehmen erwarten für 2021 Umsatzsteigerungen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für 2020 mit einem Rückgang der PKW- Neuzulassungen in Deutschland in Höhe von 23 %. Schließlich hat Airbus, einer der wichtigsten CENIT-Kunden angekündigt, in den kommenden zwei Jahren die Produktion um rund 40 % zu kürzen. In der Breite sehen die konjunkturellen und kundenspezifischen Vorgaben für die CENIT AG besonders für 2020 negativ aus.
 
Wir haben unsere bisherigen konkreten Prognosen (siehe Studie vom 13.05.2020) für die Geschäftsjahre 2020, 2021 und 2022 an die aktualisierte Lage angepasst. Auf Basis der erreichten Halbjahres-Umsätze, erscheinen unsere bisherigen Prognosen, in denen wir einen Umsatzrückgang von 20 % unterstellt hatten, zu konservativ. Wir gehen von einem ähnlichen Umsatzniveau im zweiten Halbjahr aus und heben dementsprechend die 2020er Umsatzprognosen auf 145,95 Mio. EUR (bisher: 137,37 Mio. EUR) an. Da der Rückgang der operativen Kosten etwas niedriger als von uns angenommen ausgefallen ist, reduzieren wir unsere EBIT-Prognose auf 1,58 Mio. EUR (bisher: 2,20 Mio. EUR). In den Folgejahren könnte die CENIT AG zwar von einem wieder anziehenden Geschäft profitieren, wir gehen jedoch von einer deutlich flacheren Erholungskurve als bislang aus. Demzufolge haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2021 und 2022 jeweils nach unten angepasst.
 
Im Rahmen unseres angepassten DCF-Bewertungsmodells haben wir ein neues Kursziel in Höhe von 16,50 EUR (bisher: 18,10 EUR) ermittelt. Einerseits ergibt sich ein leicht kurzielerhöhender Effekt aus der Verlängerung der Kurzielbasis auf 31.12.2021 (Roll-Over-Effekt). Diesem steht aber unsere Prognosesenkung gegenüber, was insgesamt zur Kurzielreduktion geführt hat. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses in Höhe von 9,90 EUR vergeben wir weiterhin das Rating KAUFEN.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/21303.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
[email protected]
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm
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Datum und Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie: 06.08.20 (13:44 Uhr) Datum und Zeitpunkt der ersten Weitergabe der Studie: 06.08.20 (15:00 Uhr)
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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.