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q.beyond AG

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Pressemitteilung vom 29.07.2021

Original-Research: q.beyond AG (von Montega AG)

Original-Research: q.beyond AG - von Montega AG

Einstufung von Montega AG zu q.beyond AG

Unternehmen: q.beyond AG
ISIN: DE0005137004

Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 29.07.2021
Kursziel: 2,70
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Sebastian Weidhüner

Preview: Erneute Profitabilitätssteigerung in Q2 erwartet – Weitere Start-up-Beteiligung stärkt Plattformgeschäft
 
Im Zuge des H1 Berichts von q.beyond am 09. August 2021 erwarten wir, dass die vorgelegten Zahlen die Erreichbarkeit der Jahresziele untermauern werden. Mit einer heute vermeldeten Beteiligung i.H.v. 25,4% an der snabble GmbH baut das Unternehmen zudem das Leistungsangebot seines StoreButlers aus.
 
[Tabelle]
 
Cloud-Computing als wesentlicher Umsatztreiber: Im jüngsten Cloud-Monitor 2021 stellten KPMG und Bitkom fest, dass bereits 82% (+6 PP yoy) der deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern Cloud-Dienste einsetzen – 2015 lag dieser Wert noch bei 54%. Wir erwarten eine Fortsetzung des positiven Cloud-Momentums, zumal es für den deutschen Mittelstand u.E. unabdingbar ist, die betriebliche IT-Infrastruktur laufend an veränderte Anforderungen anzupassen. Zudem ergibt sich nach einer Transformation ein umfassender Beratungs-, Implementierungs- und laufender Support-Bedarf. Konkret rechnen wir in Q2 für q.beyond mit einem Umsatzanstieg des Segments Cloud & IoT auf 28,5 Mio. Euro (+18,8% yoy). Das Segment SAP sieht sich laut Management trotz eines grundlegend erhöhten Beratungsbedarfs hinsichtlich der verpflichtenden S/4HANA-Migration anhaltenden Kontaktbeschränkungen gegenüber, weshalb die Wachstumsdynamik u.E. stärker als bislang von uns avisiert gebremst werden sollte. Aufgrund der wiederkehrenden Erlöse aus dem Anwendungsbetrieb erwarten wir im zweiten Quartal einen im Vorjahresvergleich stabilen Segmentumsatz i.H.v. 10,5 Mio. Euro.
 
Profitabilitätszuwachs visibel, Jahresprognose adjustiert: In 2020 entfielen 52,9% der Kostenpositionen auf Personalaufwendungen. Basierend auf Skaleneffekten gehen wir in Q2/21 erneut für sämtliche KPIs von einer verbesserten Aufwands- bzw. Ertragsstruktur aus (MONe Bruttomarge: +4,3 PP yoy; Marketing- und Vertriebsaufwandsquote: -0,9 PP yoy; Verwaltungskostenquote: -1,4 PP yoy), was zu einer EBITDA-Marge i.H.v. 3,0% (Vj. -2,3%) führen dürfte. Wenngleich die Erfüllung der organischen Umsatz- (160-170 Mio. Euro) und Ergebnisziele (EBITDA: 5-10 Mio. Euro) aufgrund anhaltender Absatz- und Profitabilitätssteigerungen in H2 u.E. weiterhin visibel erscheint, reduzieren wir unsere Erlösprognose angesichts einer gedämpften Wachstumsdynamik im SAP-Segment auf 165,5 Mio. Euro (zuvor: 172,0 Mio. Euro). Unsere Erwartung für das diesjährige Konzern-EBITDA (7,5 Mio. Euro) lassen wir dank einer u.E. modifizierten Kostenstruktur im SAP-Segment allerdings unverändert.
 
Engagement bei Snabble sichert attraktiven Kundenzugang: Im Rahmen einer Finanzierungsrunde beteiligte sich q.beyond darüber hinaus mit 25,4% an der Snabble GmbH. Mit einer eigenen Scan-&-go-Lösung stellte das Start-up bereits Partner-Features über den StoreButler für q.beyonds Kunden bereit und wird fortan noch enger in die Plattformphilosophie eingebunden. Zudem sicherte sich q.beyond die Möglichkeit, ab 2023 eine Mehrheitsbeteiligung an der 2018 gegründeten Gesellschaft zu erlangen. Das Produktportfolio wird längst bei namhaften Einzelhändlern (u.a. ALDI, IKEA, Globus sowie dem digitalen Selbstbedienungsladen Tegut) eingesetzt. Nach Angabe der Lebensmittel Zeitung prüft ALDI die Scan-&-go-Lösung von Snabble in drei schweizerischen Filialen jedoch erst seit einigen Wochen, sodass u.E. bei erfolgreichen Testläufen die Integration als zusätzliche Bezahlmöglichkeit in einer Vielzahl weiterer Regionen folgen könnte.  
Die Zahlung kann bei dem Angebot von Snabble grundsätzlich sowohl über eine konfigurierte App als auch über stationär installierte SB-Kassen erfolgen. Weitere Integrationen (u.a. Altersverifikation, Einbindung von Promotionen und Kundenkarten sowie die Kontrolle von Inventurdifferenzen) machen die Softwarelösung zu einem All-in-One-Angebot für das sich rasant verbreitende Self-Scanning. Nach Angabe des EHI Retail Institutes ist die Anzahl der deutschen Einzelhandelsgeschäfte mit Self-Checkout- und Self-Scanning-Systemen bereits von 320 in 2015 auf 999 in 2019 (CAGR: 32,9%) gestiegen. Durch die Corona-Pandemie dürften Technologien dieser Art u.E. verstärkt an Wachstumsdynamik gewinnen. Wir schätzen die Gesamterlöse der At-Equity-Beteiligung Snabble derzeit auf eine Bandbreite von 0,8 bis 1,5 Mio. Euro. Im Falle der Gewinnung von Großprojekten dürfte sich die Gesellschaft einer Vervielfachung des Geschäftsvolumens gegenübersehen, womit sich u.E. auch das Potenzial für eine Mehrheitsübernahme ab 2023 erhöht.
 
Fazit: Das intakte Cloud-Momentum in der IT-Branche sollte auch in Q2/21 zu weiterem Umsatzwachstum und einem überproportionalen Ergebnisanstieg führen und damit die Visibilität in Hinblick auf die Erreichbarkeit der Jahresziele v.a. ergebnisseitig bestärken. Die strategische Beteiligung an Snabble verdeutlicht zudem die voranschreitende Konzentration auf zukunftsträchtige Branchen- und Plattformlösungen und verschafft q.beyond mittel- und langfristig aussichtsreiches Wachstumspotenzial. Wir bestätigen unser Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 2,70 Euro.  
 
 
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++  
Über Montega:
 
Die Montega AG ist eines der führenden bankenunabhängigen Researchhäuser mit klarem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Das Coverage-Universum umfasst Titel aus dem MDAX, TecDAX, SDAX sowie ausgewählte Nebenwerte und wird durch erfolgreiches Stock-Picking stetig erweitert. Montega versteht sich als ausgelagerter Researchanbieter für institutionelle Investoren und fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die Veranstaltung von Roadshows, Fieldtrips und Konferenzen. Zu den Kunden zählen langfristig orientierte Value-Investoren, Vermögensverwalter und Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/22719.pdf

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